{"id":354,"date":"2010-11-06T20:00:00","date_gmt":"2010-11-06T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/torres-del-paine-tag-1-3.html"},"modified":"2010-11-12T16:13:25","modified_gmt":"2010-11-12T14:13:25","slug":"torres-del-paine-tag-1-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/torres-del-paine-tag-1-3.html","title":{"rendered":"Torres del Paine Tag 1-3"},"content":{"rendered":"<p>4.-6.11.<br \/>Das Highlight hier ist der Nationalpark Torres des Paine mit seinen Granitpfeilern, dem See aus Eis (Glacier Grey) als Teil des Patagonischen Inlandeises und das &#8220;French Valley&#8221;, ein Talkessel. Das Ganze nennt sich dann &#8220;das W&#8221;, weil die Punkte in Form dieses Buchstabens liegen. Nirgendwo f\u00fchren Stra\u00dfen hin, also mu\u00df man \u00fcberall hin wandern. Und nachdem es alle machen, machen wir es auch. Wir nehmen die Luxusversion und \u00fcbernachten 5 N\u00e4chte in den H\u00fctten und lassen uns bekochen &#8211; wie wenn man von H\u00fctte zu H\u00fctte geht. Als wir die \u00dcbernachtungen buchen, treffen wir noch Natalja und Paul, zwei \u00c4rzte aus Frankfurt, die sich kurzentschlossen f\u00fcr dieselbe Tour entscheiden. Wir werden uns also \u00f6fter sehen.<\/p>\n<p>Bevor es \u00fcberhaupt los geht gucken wir noch schnell den &#8220;Salto Grande&#8221; an, weil es die Schiffsverbindung zul\u00e4\u00dft. Vom Boot aus haben wir einen ersten Eindruck, was uns erwartet &#8211; majest\u00e4tisch ragt das Bergmassif aus der Ebene mehrere tausend Meter hinauf. Dann geht&#8217;s endlich los. Zun\u00e4chst geht es zum Refugio Grey am gleichnamigen Gletscher. Wir haben herrliches Wetter und 25 Grad, laufen durch Wald und niedriges Buschwerk und genie\u00dfen die Ausblicke auf den Grey-See und auf den Gletscher von verschiedenen Aussichtspunkten. Die Rucks\u00e4cke erscheinen schwer und ungewohnt und so zieht sich der erste Tag recht lang hin. Aber am Ende erwartet uns ein s\u00fc\u00dfes Refugio; klein und mit Kaminfeuer. Zum Empfang gibt&#8217;s einen Tee. Und man kann durch die gro\u00dfe Fensterfront auf kleine Eisberge im See sehen. Danach sieht die Welt wieder freundlicher aus. Zum Abendessen gibt es eine riesige Portion Kartoffelbrei mit einem gro\u00dfen Schnitzel &#8211; Hmmm! Leider hat Beate nachmittags wieder Fieber bekommen und so war das letzte Wegst\u00fcck f\u00fcr sie besonders hart. Ganz sch\u00f6n taff, diese Frau!<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ist zum Gl\u00fcck Beates Fieber weg. Wir lassen unser Gep\u00e4ck in der H\u00fctte und gehen, nachdem wir den an der H\u00fctte liegenden Viewpoint besucht haben, zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Gletschers. Hier treffen wir auch Natalja und Paul wieder. Alle sind begeistert von dem Meer aus Eisspalten, der blauen Farbe und der schier endlosen Weite des Eisfeldes. Leider ist der Himmel etwas wolkenverhangen, aber das tr\u00fcbt unsere Laune nicht. Gegen Mittag sind wir wieder zur\u00fcck zur H\u00fctte, schnallen uns die Rucks\u00e4cke um und los geht&#8217;s. Wir gehen dieselbe Strecke wie gestern wieder zur\u00fcck zur Unterkunft Paine Grande. Diesmal interessieren wir uns mehr f\u00fcr Tiere und Pflanzen, sehen einen Kondor und genie\u00dfen die Ausblicke in das sich vor uns \u00f6ffnende Tal mit der dahinterliegenden Steppe. Zum Mittag vertilgen wir ein ordentliches Sandwich und M\u00fcsliriegel, dazu kristallklares Bergwasser &#8211; lecker! Als wir dann nach f\u00fcnf Stunden wieder zur\u00fcck sind, sind wir doch alle \u00fcberrascht, wie einen so ein einfacher Tag schaffen kann. Paine Grande ist so eine Mischung aus Hotel und McDonalds und etwas zu gro\u00df f\u00fcr privates Flair &#8211; aber was soll&#8217;s. Sie haben daf\u00fcr Internet und wir gucken schnell Wetter. Prima Aussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage, evtl Wolken aber kein Regen. Heute \u00fcbernachten wir unter \u00e4rztlicher Aufsicht, denn die Beiden sind bei uns mit im Zimmer.<\/p>\n<p>Am dritten Tag geht es nach Los Cuernos am Fu\u00dfe des Bergmassives. Die Landschaft sieht hier eher nach Steppe aus, geht auch durch Wald und entlang und \u00fcber viele kleine Fl\u00fcsschen die wir alle ohne nasse F\u00fc\u00dfe \u00fcberqueren k\u00f6nnen. Von einer Br\u00fccke auf halber Srecke hat man ein Mal einen tollen Blick in das Tal, in das wir morgen wollen. Zum Schlu\u00df geht&#8217;s noch am Strand entlang des Nordenskjold-Sees, der nur aus schwarzen und weissen Kieselsteinen besteht. Die Rucks\u00e4cke f\u00fchlen sich am dritten Tag immer schwerer an und so zieht sich die Vier-Stunden-Wanderung auf sechs lange Stunden hin. Schlie\u00dflich sind wir froh, die H\u00fctte erreicht zu haben, genie\u00dfen einen Willkomenstee und den Blick aus dem Fenster auf das Bergmassiv neben uns. Tags\u00fcber konnten wir die hiesigen Spatzen oft beim Balzkonzert h\u00f6ren und ganz nah sehen, abends flogen sogar vier Kondore rum. Die abwechslungsreiche Landschaft hier haut uns alle um, und deshalb gehen wir wieder fr\u00fch schlafen, denn morgen wird ein langer Tag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4.-6.11.Das Highlight hier ist der Nationalpark Torres des Paine mit seinen Granitpfeilern, dem See aus Eis (Glacier Grey) als Teil des Patagonischen Inlandeises und das &#8220;French Valley&#8221;, ein Talkessel. Das Ganze nennt sich dann &#8220;das W&#8221;, weil die Punkte in Form dieses Buchstabens liegen. Nirgendwo f\u00fchren Stra\u00dfen hin, also mu\u00df man \u00fcberall hin wandern. 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