{"id":356,"date":"2010-11-10T20:00:00","date_gmt":"2010-11-10T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/torres-del-paine-tag-4-6.html"},"modified":"2010-11-12T16:14:21","modified_gmt":"2010-11-12T14:14:21","slug":"torres-del-paine-tag-4-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/torres-del-paine-tag-4-6.html","title":{"rendered":"Torres del Paine Tag 4-6"},"content":{"rendered":"<p>7.-10.11.<br \/>Am vierten Tag wollen wir ins French Valley. So recht wissen wir nicht, was uns erwartet, aber wir gehen einfach mal los. Sch\u00f6n, dass wir heute abend wieder in Los Cuernos sind, daher m\u00fcssen wir nicht so viel mitschleppen.<br \/>Zuerst geht&#8217;s knapp zwei Stunden den gleichen Weg wie gestern bis zur Br\u00fccke zur\u00fcck und dann von den 70m Meeresh\u00f6he auf ca. 750m. Der Weg f\u00fchrt wieder durch Wald, mal gespenstisch alt und knorrig, mal gr\u00fcn und schlank und rank &#8211; sehr abwechslungsreich und gut vor Sonne gesch\u00fctzt, denn die brennt hier ganz gut auf meine wenigen Haupthaare. Dann lichtet sich der Wald und gibt den Blick auf eine riesige Wand frei, die auch mehrere Gletscher beinhaltet. Es bricht auch immer wieder etwas ab &#8211; wir h\u00f6rten es schon beim Aufstieg immer wieder donnern. Spektakul\u00e4res Schauspiel! Nachdem Natalja und Paul auch da sind, gehen wir von jetzt an gemeinsam. Nach einer Pause geht&#8217;s weiter durch den Wald. So genau wissen wir nicht bis wo hin, denn der angepriesene Aussichtspunkt ist f\u00fcr uns doch etwas zu weit. Wir hoffen auf (und finden auch) eine Stelle vorher, die den Blick ins Valley freigibt. Umgeben von Granit- und Sedimentfelsen machen wir Mittag und k\u00e4mpfen mit den riesigen Sandwiches, die wir mit bekommen haben. Gro\u00df und schwer wie Backsteine, aber sehr lecker und sehr viel! Wir sind jetzt f\u00fcnf Stunden unterwegs. Bis zum Aussichtspunkt w\u00e4re es noch mal eine Stunde &#8211; und alles wieder zur\u00fcck. So beschlie\u00dfen wir vier, dass es f\u00fcr heute gut ist und wir den R\u00fcckweg antreten. Nach insgesamt neun Stunden Wanderung sind wir zur\u00fcck, freuen uns auf Dusche und Tee und wieder eine Monsterportion Leckeressen mit sebstgebackenem Brot und sogar Kuchen zum Nachtisch. Daf\u00fcr bekommt der Koch auch einen extra Beifall!<\/p>\n<p>Tag f\u00fcnf sollte laut Karte k\u00fcrzer sein. Wir wandern &#8220;nur&#8221; von Los Cuernos zur n\u00e4chsten H\u00fctte Chileno. Der Himmel ist bedeckt, die Rucks\u00e4cke wieder schwer und es weht ein kalter Wind. Selbst das Mittagessen wird eher kurz, weil es echt kalt ist. Die Landschaft ist noch mehr Steppe als bisher, z.T. auch sumpfig. Kondore nutzen den starken Wind, um aufzusteigen. Die Strecke zieht sich hin, so da\u00df es insgesamt eine Sieben-Stunden-Wanderung wird. Wir sind froh, die letzten H\u00f6henmeter irgendwann \u00fcberwunden zu haben und sehen die H\u00fctte im Tal an einem Flu\u00df liegen. Vor der T\u00fcr stehen ein paar Pferde, die bringen unser Abendessen und Fr\u00fchst\u00fcck hier her &#8211; welch ein Luxus f\u00fcr uns. Ersch\u00f6ft genie\u00dfen wir die W\u00e4rme des Ofens hinter der gro\u00dfen Fensterfront und freuen uns, gut angekommen zu sein.<br \/>Wir entdecken auch einen Berg Schnitzel und einen riesigen Topf mit Kartoffelbrei, den wir heute abend wieder verdr\u00fccken m\u00fcssen. Etwas sp\u00e4ter kommt noch ein Trupp &#8220;Wikinger-Reisen&#8221; an und prompt ist die H\u00fctte voll. Ausserdem dominieren sie ab dem Zeitpunkt nat\u00fcrlich die H\u00fctte &#8211; naja. Viel zum Unterhalten mit unserem \u00c4rzteteam kommen wir eh&#8217; nicht, denn wir sind alle vier nach f\u00fcnf Tagen ungewohnter Bewegung ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Der letzte Tag beginnt fr\u00fch. Nachdem die Wikinger &#8220;durch&#8221; sind, fr\u00fchst\u00fccken wir und gehen um halb 9 auf unseren Aufstieg zu den Torres. Weil wir hier wieder vorbei kommen, haben wir wieder nur leichtes Gep\u00e4ck dabei &#8211; welch eine Wohltat. Der Aufstieg ist zun\u00e4chst flach, sp\u00e4ter sehr steil und z.T. auch rutschig. Entgegen kommen uns die Camper, die zwei Stunden von der H\u00fctte entfernt gen\u00e4chtigt haben und zum Sonnenaufgang oben waren &#8211; viele bekannte Gesichter der letzten Tage oder von der F\u00e4hre darunter. Nach zwei Stunden sind wir oben am Bergsee zu F\u00fc\u00dfen der Torres. Und der Blick ist wirklich fantastisch. Senkrecht ragen die drei T\u00fcrme \u00fcber dem See auf, es ist herrlicher Sonnenschein und nachdem die Wikinger gegangen sind, haben wir ihn fast f\u00fcr uns. \u00dcber eine Stunde machen wir alle immer wieder die selben Fotos, krakseln noch zwischen den Steinen rum, genie\u00dfen unser leichtes Mittagessen und dazu das kristallklare Wasser und k\u00f6nnen uns gar nicht satt sehen. <br \/>Nach einer Stunde begeben wir uns auf den R\u00fcckweg. Jetzt begegnen uns ganze V\u00f6lkerschaaren, die von noch weiter unten die Torres erklimmen wollen. Gegen zwei Uhr sind wir zur\u00fcck, versuchen uns noch an den Monstersandwiches, scheitern aber kl\u00e4glich und beginnen unser letztes St\u00fcck Weg ins Tal. Wieder haben wir die weite Steppe mit den t\u00fcrkisen und tiefblauen Seen vor uns. Wir finden sogar ein gro\u00dfes Bergmassiv, das wir an den Tagen zuvor v\u00f6llig \u00fcbersehen haben. Und die Aussicht, die Rucks\u00e4cke nur noch ein kurzes St\u00fcck tragen zu m\u00fcssen, befl\u00fcgelt unseren Schritt.<\/p>\n<p>Am Ende des Tals in der Hotelbar feiern wir die rund um gelungene Tour mit einem Mojito &#8211; ach wie lecker! In einem Anfall von Gr\u00f6\u00dfenwahn (oder Alkoholeinflu\u00df?) entscheiden wir dann, dass wir die letzten 7,5 km bis zum Bus auch noch gehen, weil wir ja noch zwei Stunden Zeit haben. Hier geh&#8217;s wirklich noch mal durch die weite Steppe. WIr sehen sogar noch ein paar patagonische G\u00e4nse und Guanakos und kommen gl\u00fccklich um sieben Uhr an der Busstation an. Der Bus holt uns dann um acht Uhr ab und f\u00e4hrt uns in 1,5 Stunden nach Hause. Ohhh &#8211; wie eine Dusche und ein Bett doch sch\u00f6n sein k\u00f6nnen &#8211; und morgen gibt&#8217;s keinen Rucksack mehr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.-10.11.Am vierten Tag wollen wir ins French Valley. 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