{"id":370,"date":"2010-11-27T20:00:00","date_gmt":"2010-11-27T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/mendoza.html"},"modified":"2010-12-02T16:54:10","modified_gmt":"2010-12-02T14:54:10","slug":"mendoza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/mendoza.html","title":{"rendered":"Mendoza"},"content":{"rendered":"<p>24-27.11.<br \/>WIe hei\u00dft&#8217;s bei der Spider Murphy Gang: &#8220;&#8216;s is wieder Summer in der Stadt&#8221;. Das trifft in Mendoza definitiv zu. 24 Stunden Busfahrt und 1500 km nach Norden ist&#8217;s sommerlich warm, die Stadt ist gr\u00fcn und entlang aller Stra\u00dfen stehen gro\u00dfe B\u00e4ume dank k\u00fcnstlicher Bew\u00e4sserung. Sonst w\u00e4re hier W\u00fcste. So ist&#8217;s herrlich auszuhalten.<br \/>Eigentlich w\u00fcrde man denken, die Stadt hat mehrere Millionen Einwohner, so viele Gesch\u00e4fte wie es hier gibt. Aber es sollen nur 130.000 sein. Viel los auf den Gehsteigen und in den Stra\u00dfen. Die Taxis fahren mit Gas &#8211; recht umweltbewu\u00dft. Das Kanalsystem ist schon historisch. Praktisch Jede Stra\u00dfe hat Kan\u00e4le, um die B\u00e4ume mit Wasser zu versorgen.<br \/>Die Stadt wurde im 19. Jh bei einem Erdbeben praktisch v\u00f6llig zerst\u00f6rt, also haben sie beim Wiederaufbau alle Stra\u00dfen sch\u00f6n breit gemacht, was heute zu sch\u00f6nen Alleen f\u00fchrt. Normalerweise sind s\u00fcdamerikanische St\u00e4dte ja um die Plaza de Armas gebaut, an der Kirche, Verwaltung und Gerichtsbarkeit liegen. Hier wurden die drei Elemente weit entfernt von einander gebaut. <br \/>Verwirrend ist (f\u00fcr Autofahrer) das System der Einbahnstra\u00dfen. praktisch jede Stra\u00dfe ist eine Einbahnstra\u00dfe, man mu\u00df genau wissen, wo man hin will und evtl. ein Mal um den Block fahren.<br \/>Auch von oben (vom Geb\u00e4ude der Stadtverwaltung) sieht die Stadt sehr gr\u00fcn aus. Sie hat auch viele Parks in denen wir gerne sitzen und Einwohner beobachten. Der Cerro Gloria huldigt den Erfolgen der Andenarmee unter General San Martin, bietet aber sonst eher wenig an Ausblicken.<\/p>\n<p>Mendoza ist au\u00dferdem eine Weinregion. Es gibt hier ca. 450 aktive Bodegas in der Gegend, die meisten noch Familienbetriebe. Nat\u00fcrlich haben auch wir so eine Bodega besucht und Wein getestet. Eine nette Dame f\u00fchrte uns durch das Museum der Bodega Rual, das wirklich alle Utensilien zur Weinherstellung seit der Jesuiten \u00fcber das 19. Jahrhundert bis in heutige Zeit enth\u00e4lt. Nat\u00fcrlich werden die Weinst\u00f6cke k\u00fcnstlich bew\u00e4ssert und eine Woche Wolken sind hier f\u00fcr die Weinbauern eine halbe Katastrophe. Hier gibt es neben den europ\u00e4ischen Rebensorten auch ganz andere. Der Wein, den wir am Ende probieren durften, war aus einer uns neuen Rebe (Malbec), sehr lecker und im Geschmack sehr ausgewogen. <br \/>Danach besuchten wir noch eine Oliven\u00f6lfabrik, die auch Schokolade, Marmelade und Lik\u00f6re hatten. Und nat\u00fcrlich haben wir fast alle Produkte auch probiert. Und ich kann euch sagen Absinth ist ganz sch\u00f6n stark, aber auch lecker, aber Pfefferchililik\u00f6r ist noch heftiger. Und wusstet Ihr, dass man f\u00fcr Oiven\u00f6l die Kerne auch mit zermahlt weil sie 30% des \u00d6ls enthalten?<br \/>Andere Leute machen hier oft eine Weinradeltour und probieren Wein bei 20 Bodegas. Bei unserer Alkoholentw\u00f6hnung w\u00e4re das fatal.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag machten wir noch eine Tour in die Anden zum Puente del Inca und zum Aconcagua. Am Puente del Inca kommt kalkhaltiges Wasser aus dem Berg und formte eine nat\u00fcrliche Br\u00fccke. Direkt darunter waren fr\u00fcher hei\u00dfe Quellen zug\u00e4nglich. Heute sind sie gesch\u00fctzt &#8211; gut so. Die Farben und Formen, die der Kalk mit den Mineralien hier bildete, sind wirkich sch\u00f6n.<br \/>Danach geht&#8217;s noch zum Aussichtspunkt mit Blick auf den Aconcagua, mit fast 7000m dem h\u00f6chsten Berg ausserhalb Asiens. Wenn man da hoch will, ist&#8217;s mindestens eine Drei-Wochen-Expedition. Wir schnaufen schon beim Aufstieg auf den 3000m Aussichtspunkt, dabei ist&#8217;s nur eine halbe Stunde vom Bus. Die Landschaft hier ist trocken und von Erosion gepr\u00e4gt (mal weniger durch Gletscher), aber die Berge haben hier alle Farben rot, braun, gr\u00fcn, gelb, &#8230;. ganz anders als unser granitgrau.<\/p>\n<p>Am Ende waren wir wir noch in einem Lokal f\u00fcr Einheimische ein Steak essen. Wow &#8211; so leckers Fleisch haben wir selten gegessen. Ganz zart und ein wenig rosa. Deshalb hat argentinisches Rindfleisch so einen Ruf!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24-27.11.WIe hei\u00dft&#8217;s bei der Spider Murphy Gang: &#8220;&#8216;s is wieder Summer in der Stadt&#8221;. Das trifft in Mendoza definitiv zu. 24 Stunden Busfahrt und 1500 km nach Norden ist&#8217;s sommerlich warm, die Stadt ist gr\u00fcn und entlang aller Stra\u00dfen stehen gro\u00dfe B\u00e4ume dank k\u00fcnstlicher Bew\u00e4sserung. Sonst w\u00e4re hier W\u00fcste. 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