{"id":372,"date":"2010-12-01T20:00:00","date_gmt":"2010-12-01T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/valle-fertil-und-umgebung.html"},"modified":"2010-12-02T16:55:44","modified_gmt":"2010-12-02T14:55:44","slug":"valle-fertil-und-umgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leinen-los-und-weg.de\/wordpress\/auf-der-walz\/valle-fertil-und-umgebung.html","title":{"rendered":"Valle Fertil und Umgebung"},"content":{"rendered":"<p>28.11.-1.12<br \/>In San Julian hatte uns jemand auf eine weitere Sehensw\u00fcrdigkeit in Argentinien hingewiesen. Das Valle de la Luna geh\u00f6rt auch zu den UNESCO St\u00e4tten. Und wenn wir schon in Mendoza sind, dann k\u00f6nnen wir da ja mal schnell vorbei schauen. Sind ja nur 6 Busstunden Entfernung :-).<\/p>\n<p>Das beschauliche San Agustin de Valle Fertil soll man laut Reisef\u00fchrer am besten als Basis w\u00e4hlen Wir finden dort ein wundersch\u00f6nes Hotel mit netten Gastgebern und sch\u00f6ner Einrichtung incl.&nbsp; Pool f\u00fcr gar nicht viel Geld. Den ersten Tag verbringen wir mit einem Spaziergng rund ums Dorf, um den Damm und zu Petroglyphs (Felszeichnungen). Wir sehen viele f\u00fcr uns neue Pflanzen und Tiere, die&nbsp; i.a. an sehr trockenes Klima gew\u00f6hnt sind &#8211; z.B. Lucky Luke Kakteen. Schlie\u00dflich sind wir hier ja in einer trockenen Steppe. Aber wo Wasser ist (z.B. am Staudamm des Ortes), ist auch richtig Leben mit Papageien und Kormoranen.<\/p>\n<p>Nach Diskussion mit unserem Gastgeber entschlie\u00dfen wir uns am zweiten Tag die beiden hier gelegenen Parks Talampaya und Ischiguasto zu besuchen. Das wird zwar ein langer Tag, aber das kriegen wir schon hin. Und sonst w\u00e4re es einfach zu teuer. So zahlen wir 450 ArP f\u00fcr eine Auto mit Fahrer f\u00fcr den ganzen Tag. Um acht Uhr geht&#8217;s los und abends um acht werden wir zur\u00fcck erwartet.<\/p>\n<p>Das Sehenswerte im Nationalpark Talapaya ist der Sandstein, der sich ca. 100m aus der Ebene erhebt. Ein Flu\u00df hat bei der Entstehung der Anden bereits einen Canyon angelegt, der heute zwischen sieben und 100m breit ist. Entlang des Canyons wurde durch den hier immer pr\u00e4senten Wind und den gelegentlichen Regen richtige Schornsteine und andere bizarre Formen and der Canyonwand herausgebildet. Wo es dann wieder flach ist, sieht es fast aus wie auf einem Schachbrett, denn \u00fcber eine weite Ebene stehen Figuren, die an T\u00fcrme, M\u00f6nche, K\u00f6nige, Springer&#8230; erinnern. Und in einem kleinem Garten im Canyon sehen wir viele der hier sonst verstreut lebenden Pflanzen und ihre Anpassungen an die W\u00fcste.<\/p>\n<p>Danach geht&#8217;s in den Ischigualasto Nationalpark. Er wird auch &#8220;Valle de la Luna\/Moon Valley&#8221; genannt, weil hier wie eine Mondlandschaft aussieht. Hier soll das Abendlicht den Park in ein tolles Farbspektrum tauchen. Wir sind zwar schon um zwei Uhr da, warten deshalb aber auf die n\u00e4chste Tour, die um halb vier startet. Vorher schauen wir noch das kleine Museum an, in dem Nachbildungen der hier get\u00e4tigten Dino-Funde ausgestellt sind &#8211; also kleine Dinogerippe.<br \/>Das Farbspiel ist uns erst f\u00fcr das Ende versprochen, vorher erz\u00e4hlt der Ranger uns auf Spanisch noch viel \u00fcber die Entstehung des Parks, wir behalten davon 2cm Erosion im Jahr und Erdanhebungen, so da\u00df man hier heute auch Dinosaurierknochen und andere Fossilien finden kann. Sogar die Knochen eines ganzen Fr\u00fchdinosaurier hat man hier gefunden.<br \/>Im Painted Valley hat ein Flu\u00df die verschiedenen Schichten z.T. abgetragen und dabei tiefere Einblicke in den Sandstein gew\u00e4hrt. Hier haben viele verschiedene Mineralien zu verschiedenen Zeiten die Erde in rot, wei\u00df, gr\u00fcn, t\u00fcrkies, schwarz,&#8230; gef\u00e4rbt und jetzt kann man dank der Erosion alle Farben gleichzeitig sehen. Leider habe ich die ganzen Mineralien und zugeh\u00f6rigen Farben schon wieder vergesen.<br \/>Dann kommt, worauf alle scharf sind. Hier liegen n\u00e4mlich pl\u00f6tzlich Steine rund und gro\u00df wie Bocciakugeln herum. Sieht super strange aus und der Ranger betont, dass es garantiert nichts mit einem rollenden Stein im Wasser zu tun hat. Wir erinnern uns, dass wir in Neuseeland so etwas auch schon mal gesehen haben und ja &#8211; die Kugeln gibt es hier auch noch viel gr\u00f6\u00dfer &#8211; bis zwei Meter Durchmessser &#8211; sagt der Ranger.<br \/>An den n\u00e4chsten Stops sehen wir dann bizarre Sandsteinfiguren, wie einen Pilz und ein U-Boot, die der Wind geformt hat. Und p\u00fcnktlich beginnt jetzt die Sonne ihre Farben zu \u00e4ndern und die riesigen roten Sandsteinw\u00e4nde, die sich am Parkrand erheben, werden pl\u00f6tzlich plastisch und verwandeln sich in riesige Kathedralen. Da h\u00f6rt die Kamera fast von allen nicht mehr auf zu knipsen.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um genau 20:00 liefert uns dann unser Fahrer am Hotel ab &#8211; so wie er es prognostiziert hatte. Von unserem Gastgeber werden wir freudig begr\u00fc\u00dft. Und&nbsp; nat\u00fcrlich f\u00e4llt dann ein Witz \u00fcber Deutsche \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Den n\u00e4chsten Tag verbringen wir in unserem Luxushotel am Pool und lassen&#8217;s uns gut gehen &#8211; ach auch mal wieder herrlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.11.-1.12In San Julian hatte uns jemand auf eine weitere Sehensw\u00fcrdigkeit in Argentinien hingewiesen. Das Valle de la Luna geh\u00f6rt auch zu den UNESCO St\u00e4tten. 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